Archiv der Kategorie: Vor der Reise

Hochleistungssport 2.0

So langsam werde ich auch ohne Sport total fit für unsere Reise, denn in den vergangenen Tagen habe ich auf jeden Fall mehr Adrenalin freigesetzt als jeder Basejumper und doppelt so viele Schweißperlen produziert wie jeder zweite Leistungssaunierer. Besonders aufregend war aber der heutige Tag. Heute morgen bereits völlig verwirrt aufgewacht, machte ich mich auf den Weg zur Arbeit, wo ich orientierungslos (Sweets, ich hoffe das hat nicht von dir abgefärbt!) zwischen Kaffeemaschine und Computer umher irrte. Und dabei hatte ich doch einen Plan. Lage- und Fluchtplan waren bis ins Detail geplant und sowohl meine Nerven, als auch die meiner entzückenden Frau lagen stundenlang blank. Dann schlug es 11Uhr und ich dachte „Jetzt kann es losgehen!“. Weit gefehlt. Freunde, wir sind in der Werbung.. Timings sind dazu da gekonnt ignoriert zu werden. Und so kam eins zum andern und ich saß erst knappe zwei Stunden später im Büro mit Alsterblick.

Bei NJOY gibt es seit Kurzem den „Hose-Runter-Freitag“. Finde ich ganz lustig und hätte ich auch gern gemacht. Im übertragenen Sinne (@ Janna, das ist das mit den Bildern 😉 ) habe ich heute auf jeden Fall blank gezogen. Ich habe gekündigt! Jawohl. Und es fühlt sich verdammt gut an. Ja, ich werde mein Muckelchen schmerzlich vermissen. Sehr sogar. Über 560 Tage sind es bis jetzt. Jeden davon haben wir gemeinsam in pinken Plüsch getaucht und haben uns die Werbewelt verglitzert. Ich habe unfassbar viel gelernt. Am meisten menschliches. Aber für das sentimentale und auch das Pipi in den Augen wird später noch Zeit sein! Jetzt wollen wir anstoßen. Auf Mut. Auf Freundschaft. Auf Verlässlichkeit. Auf Veränderung. Auf alles was noch kommen wird.

68.380,2

Eigentlich haben wir es beide ja nicht so mit den Zahlen, aber ich finde diese gerade sehr erstaunlich, denn grob über den Daumen gepeilt werden wir das an Kilometern zurücklegen. Den größten Teil davon natürlich über den Wolken, aber auch zu Fuß, mit dem Esel oder elegant auf dem Longboard. Die Möglichkeiten der Fortbewegung werden sicherlich so vielseitig sein wie die Reise selbst. Und mindestens genauso spannend wie der heutige Tag, denn seit heute ist es offiziell. Also quasi so richtig. Aus einem Gedanken wuchs eine Idee und aus der Idee wird nun Realität. Dem einen macht sie Angst, uns macht sie Spaß. Wenn auch feuchte Hände heute an der Tagesordnung standen, können wir die Gläser heben und anstoßen. Die Z(w)eitreise steht. Am 12. November 2012 geht es um 18:40Uhr los. Ein letztes Mal Richtung Norden und dann nur noch der Sonne entgegen. Mit Sack und Pack und mit Ina und Aline. Wir freuen uns. Sehr!

einhundertsiebzehn…

… Tage stehen noch auf der Uhr. In Australien wären es nur noch einhundertsechzehn.

Mit jedem Tag, den wir mit intensiver Recherche füllen, rückt die Abreise näher. Die Modalitäten sind weitestgehend geklärt, die Route sowieso und das Timing wird nun auch konkret. Wir organisieren unsere Köpfe stündlich neu und füllen sie mit unzählbaren Informationen. Wir lernen vorab schon sehr viel über Länder, Kulturen und Menschen, aber wir lernen in der Tat auch jetzt schon einiges über uns. Wo sehen wir momentan unsere Grenzen und wo werden sie tatsächlich liegen? Wie überschreiten wir sprachliche Barrieren, Ländergrenzen und die persönliche Comfortzone? All das gilt es herauszufinden – vor, während und nach der Reise.