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68.380,2

Eigentlich haben wir es beide ja nicht so mit den Zahlen, aber ich finde diese gerade sehr erstaunlich, denn grob über den Daumen gepeilt werden wir das an Kilometern zurücklegen. Den größten Teil davon natürlich über den Wolken, aber auch zu Fuß, mit dem Esel oder elegant auf dem Longboard. Die Möglichkeiten der Fortbewegung werden sicherlich so vielseitig sein wie die Reise selbst. Und mindestens genauso spannend wie der heutige Tag, denn seit heute ist es offiziell. Also quasi so richtig. Aus einem Gedanken wuchs eine Idee und aus der Idee wird nun Realität. Dem einen macht sie Angst, uns macht sie Spaß. Wenn auch feuchte Hände heute an der Tagesordnung standen, können wir die Gläser heben und anstoßen. Die Z(w)eitreise steht. Am 12. November 2012 geht es um 18:40Uhr los. Ein letztes Mal Richtung Norden und dann nur noch der Sonne entgegen. Mit Sack und Pack und mit Ina und Aline. Wir freuen uns. Sehr!

einhundertsiebzehn…

… Tage stehen noch auf der Uhr. In Australien wären es nur noch einhundertsechzehn.

Mit jedem Tag, den wir mit intensiver Recherche füllen, rückt die Abreise näher. Die Modalitäten sind weitestgehend geklärt, die Route sowieso und das Timing wird nun auch konkret. Wir organisieren unsere Köpfe stündlich neu und füllen sie mit unzählbaren Informationen. Wir lernen vorab schon sehr viel über Länder, Kulturen und Menschen, aber wir lernen in der Tat auch jetzt schon einiges über uns. Wo sehen wir momentan unsere Grenzen und wo werden sie tatsächlich liegen? Wie überschreiten wir sprachliche Barrieren, Ländergrenzen und die persönliche Comfortzone? All das gilt es herauszufinden – vor, während und nach der Reise.

Hello world!

Ein Nachmittag auf der Couch in der Löwenhöhle. Im Hintergrund rauscht das Bildungsfernsehen von N24 an uns vorbei. Ein Satz unterbricht die Stille und springt im Kopf von Ohr zu Ohr.

„Ich würde mit dir sogar um die Welt reisen.“

Eine Weltreise bedeutet, sein gesamtes Lebenskonzept auf den Kopf zu stellen. Seine hart erarbeitete Unabhängigkeit aufs Spiel setzen, um eine neue zu finden. Horizonte erweitern und Meilensteine neu setzen. Wenn man die Wohnung ausräumt, sich vom Alltäglichen lösen muss und seinen Job aufgibt. Gewohntes zurücklassen und Altbewährtes über den Haufen schmeißen.

Life begins at the end of your comfort zone